Tischler (m/w)

High Tech lässt grüßen

Sägen, hobeln, bohren, fräsen, schleifen -
geht per Hand, geht aber auch computergesteuert

Baue dir deine Zukunft

werde Tischler

Zukunft voller Möglichkeiten

Facharbeiter - Techniker - Meister

=> Einblick in die Tischlerausbildung - VIDEO

Tischler NRW hat vier Auszubildenden bei ihrer Arbeit in der Werkstatt und bei der Montage über die Schulter geschaut.


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=> duale Ausbildung - Betrieb und Berufsschule

Die Ausbildung im Tischler­handwerk ruht zeitlich und fachlich auf den beiden Säulen Betrieb und Berufsschule. Inhalte, Zeiten und Formen der Ausbildung basieren auf gesetz­lichen und vertrag­lichen Regelungen: Dem Aus­bildungs­vertrag, der Aus­bildungs­ordnung, dem betrieb­lichen Aus­bildungs­plan, dem Lehrplan der Berufs­schule, der Hand­werks­ordnung und dem Berufs­bildungs­gesetz. Insbesondere die Aus­bildungs­inhalte sind dort festgelegt, so dass eine bundesweit einheit­liche und gleicher­maßen qualifi­zierte Ausbil­dung sicher­gestellt ist.

=> empfohlener Abschluss

Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. Der überwiegende Teil der Auszubildenden verfügt über einen mittleren Bildungsabschluss. So hatten 2015 laut einer Statistik der Arbeitsagentur

- 32% der Ausbildungsanfänger/innen einen Hauptschulabschluss,
- 43% einen mittleren Bildungsabschluss und
- 22% eine Hochschulreife.

Quelle: BERUFENET http://www.arbeitsagentur.de

=> Ausbildungsdauer - 3 Jahre

In der Regel dauert die Aus­bildung zur Tischlerin oder zum Tischler drei Jahre und findet überwiegend in dem Aus­bildungs­betrieb eines Tischler­meisters statt. Die Aus­bildungs­betriebe unserer Innung finden Sie hier! Die Berufsausbildung im Meisterbetrieb wird durch über­betriebliche Lehr­gänge in der innungs­eigenen Lehr­werk­statt auf dem Gelände der Kreis­hand­werker­schaft Essen ergänzt. Zur Anpassung an die technische Entwicklung und zur Sicherung besonderer Ausbildungsinhalte werden in der überbetrieblichen Lehrwerkstatt der Tischler-Innung Essen mehrwöchige Lehrgänge durchgeführt. In diesen sog. ÜBL-Kursen - im Verlauf der dreijährigen Ausbildung sind das insgesamt 8 Wochen - werden die notwendigen Grund­lagen­fertig­keiten ebenso wie der sichere Umgang mit Maschinen und die Behandlung von Oberflächen vermittelt.

=> Gehalt und Verdienst (NRW)

1. Ausbildungsjahr: 580 Euro
2. Ausbildungsjahr: 690 Euro
3. Ausbildungsjahr: 780 Euro

Einstiegsgehalt (38,5 Std): 1782 - 4013 Euro (je nach Entgeltgruppe)

=> Berufsschule

In der Berufsschule wird theoretisches und praktisches Know-how in Fächern wie Werkstofftechnologie, Gestal­tung und Konstruktion an den Mann oder an die Frau gebracht. Kenntnisse und Fähig­keiten werden in Projekten vertieft, bei denen die Arbeit an einem konkreten Produkt im Vorder­grund steht. Im Unterricht lernen die Aus­zubil­denden die Materialien, die im Tischler­handwerk verarbeitet werden, noch besser kennen und erwerben zusätz­liche Kennt­nisse über die verschie­denen Arbeits­verfahren, Techno­logien und handwerk­lichen Konstruk­tionen. Dabei lernen die Auszubildenden, technische Zeichnungen zu lesen und auch selber Skizzen und Fertigungszeichnungen für Tischlerarbeiten anzufertigen. Hier ist Gestaltungs- und Konstruktionsvermögen gefordert.

=> Abschluss mit Gesellenprüfung

Am Ende der dreijährigen Berufs­ausbildungs­zeit steht die Gesellen­prüfung. In § 9 Abs. 2 der Verordnung über die Berufsausbildung zum Tischler/zur Tischlerin vom 25. Januar 2006 (PDF) steht, dass der Prüfling in der prak­tischen Gesellenprüfung in insgesamt höchstens 7 Stunden eine Arbeits­aufgabe I durchführen muss. Darüber hinaus hat der Prüfling innerhalb von 100 Stunden eine Arbeitsaufgabe II, das so genannte Gesellenstück, anzufertigen. Die Prüfung besteht ferner aus einer schrift­lichen Prüfung in den Prüfungs­bereichen Gestaltung und Konstruktion, Planung und Fertigung, Montage und Service sowie Wirtschafts- und Sozialkunde.

=> Fortbildungsmöglichkeiten

Bei Interesse und Eignung bestehen nach der Gesellenprüfung weitere Möglichkeiten, sich zu qualifizieren. Dieses kann geschehen durch den Besuch

- der Meisterschule,
- der Technikerschule (Techniker/-in Holztechnik, T. Baudenkmalpflege/Altbauerneuerung, T. Bautechnik),
- der Fachhochschule und der Universität (Betriebsmanager/-in Bau- u. Holztechnik, Konservierung, Restaurierung, Innenarchitektur, Holztechnik).

Nach dem Motto "Jeder ist seines Glückes Schmied" stehen den Junggesellen und Junggesellinnen sämtliche Tore und Türen offen.

Mehr dazu auf der Internetseite der Arbeitsagentur.

=> freie Lehrstellenbörse und weitere Informationen zur Ausbildung

Unter der Internetadresse des Tischler Fachverbandes NRW können an einer Berufsausbildung im Tischlerhandwerk interessierte junge Menschen weitere Informa­tionen zu dem Thema "Ausbildung" und über freie Lehrstellen erhalten. Darüber hinaus ist unter dieser Adresse auch das Online-Spiel "Kick den Wurm" erreichbar. Auf spielerische und höchst unterhaltsame Weise werden im Rahmen dieses Spiels Begriffe des Tischlerhandwerks vorgestellt und vermittelt.

=> Tischlereignungstest

Gut vorbereitet sein für die Zwischen- oder Abschlußprüfung mit dem Tischler-Schreiner-Test vom Fachverband. Nicht nur als Buch, sondern ergänzend auch mit Online-Version.

Außerdem als kostenlose Demo-App (für Android) 100 Fragen zum reinschnuppern

Mehr dazu auf der Internetseite vom Fachverband NRW.

=> Trends: 3-D-Druck in der Holzverarbeitung

3-D-Drucker ermöglichen neue Anwendungsmöglichkeiten für die Herstellung 3-dimensionaler Möbelteile aus Holzwerkstoffen. "Um für diese Entwicklung gerüstet zu sein, müssen sich Fachkräfte mit der neuen Technik vertraut machen."

Mehr dazu auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit.